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Category : Unterwasserrugby

31 Aug 2015

Unterwasserrugby

Unterwasserrugby – eine Sportart, die ich vorher noch nie gehört hatte! Meine Kollegin Rebecca Krizak hatte mich auf diese Sportart aufmerksam gemacht. Im Rahmen unseres Volo-Aufbaukurses schrieb sie über diese außergewöhnliche Sportart eine Reportage, mit dem Hintergedanken, dass die Weltmeisterschaft Ende Juli 2015 in Kolumbien statt findet.

Kurz etwas zur Sportart: Ein mit Salzwasser gefüllter Ball wird sich unter Wasser zugeworfen und muss in den Korb der gegnerischen Mannschaft befördert werden. Der Korb steht am Grund des Beckens (im Olympiabad bei ca. 5m Tiefe) und wird durch den Torwart beschützt. Er darf sich am Korb jedoch nicht festhalten. Mit ausreichend Sauerstoff in der Lunge versucht der Schlussmann sein Tor zu verteidigen. Ist die Luft aus, ist es für den Gegner einfacher, zu punkten. Das Spiel geht sehr ruppig zu – wie Rugby über Wasser eben auch.

Nachdem ich micht mit der Sportart etwas vertraut machte, überlegte ich, wie man Unterwasserrugby am besten fotografieren könnte. Meine Hoffnung beruhten auf die Bullaugen, durch die man in das Innere des Beckens schauen bzw. fotografieren kann, ohne größeren Aufwand zu betreiben. Ich wurde prompt enttäuscht – im alten Olympiabad gibt es diese Möglichkeit leider nicht. Um qualitativ hochwertige Bilder zu liefern, entschied ich mich gegen eine GoPro, die für schnelle Aktion-Bilder nicht geeignet ist – auch die Qualität bei schlechten Lichtverhältnissen lässt zu Wünschen übrig. Deshalb habe ich mir ein Unterwassergehäuse der Firma Ewa-Marine passend für DSLR´s von einer Kollegin ausgeliehen und mein Glück versucht.

Mit Badehose, Taucherbrille, Schnorchel und einer Nikon D4 (inkl. 24-70 bei ca. 40mm) ging ich nun auf Tauchstation, um das Training der Berliner Unterwasserrugby-Spieler und -Spielerinnen zu fotografieren. Der Autofokus funktionierte durch die Glasscheibe des Unterwassergehäuse erstaunlich gut. Doch oft war es Zufall, da ich den Bildausschnitt mit meiner Taucherbrille durch den Sucher nur selten richtig einsehen konnte. Als erstes nahm ich eine Position oberhalb des Korbes ein und schwamm nicht mit. Nachdem ich mit dem Schnorchel etwas besser zurecht kam, schwamm ich an der Wasseroberfläche mit und hatte so auch ein paar mehr Aktionszenen während des Passspiels, Spielaufbaus, etc. . Nach 1,5 Stunden waren knapp 1200 Bilder gemacht und ich war durchgefroren. 15-20 aussagekräftige Bilder waren letztendlich dabei.

Unterwasserrugby

Fotos: Rebecca Krizak