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Praktikum Nashville

November 27th

Hallo zusammen,

ja, nun mein erster Blogeintrag zu meinem Auslandspraktikum in Nashville. Was soll ich sagen: Es gibt zu viele Eindrücke auf einmal, um sie hier alle niederzuschreiben. Da ich vorher noch nie in Amerika gewesen war, kann ich nur sagen, dass es hier genau so aussieht, wie man es oft im Fernsehen sehen kann. Viele große Jeeps, viele Lichter in der Nacht, tolle kleine Pubs mit toller Musik und tollem Essen.

Am Montag ging ich das erste Mal in die Redaktion der “The Tennessean”. Mit dem englisch Reden war es zu erst eine schwierige Sache. Viele konnten mich verstehen, aber ich sie nicht. Das machte die Kommunikation etwas schwierig. Dieses kleine Problem hat sich nach 1-2 Tagen doch erstaunlich schnell gelegt. Ich bin jeden Tag 1-2Mal mit einem meiner wirklich netten Kollegen unterwegs, um aktuelle Sachen für die nächsten Ausgaben zu fotografieren. Auch dürfen Features zwischendurch nicht fehlen. Gestern fotografierte ich Tracy Lawrence, ein hier scheinbar sehr bekannter Country-Musiker, beim Truthan-Braten. Auch war NHL-Titans-Kicker Rob Bironas mit dabei. Die Truthähne wurden anschließend an die hier sehr vielen Obdachlosen verteilt.

Ich denke, das reicht ersteinmal für die ersten 5 Tage als kleine Zusammenfassung. Wirklich viel ist ja noch nicht passiert 🙂.

Ich verabschiede mich in die Feiertage (Thanksgiving) und freue mich schon riesig auf das kommende Footballspiel der Vanderbilt-University am Samstag Vormittag und auf mein erstes NHL-Eishockey-Game am Samstag Abend.

Bis dahin

Euer Lukas


December 4th

Hallo zusammen,

eine Woche ist nun vorüber und ich habe mein erstes “Thanksgiving” erlebt. Meine Gastfamilie war mit mir auf der eigenen Farm. Dort haben wir schön gegessen und genächtigt. Anschließend fuhren wir zu Verwandten weiter, um das Fest zu feiern. Es gab Truthan, Wildfleisch und viele weitere Leckerein. Zeitgleich wurde mein Englisch auf die Probe gestellt. Die Hälfte (10) aller “Gäste” wollten sich mit mir unterhalten, um mehr über mich und meine Fotografie zu erfahren.

Um am letzten Sonntag mein erstes amerikanisches American-Football- und mein erstes NHL-Eishockey-Spiel erleben zu dürfen, erhielt ich in der vorherigen Woche die sogenannten “Golden-Cards” von Nashville 😉. Damit waren die Dauerakkreditierungen der jeweiligen Vereine bzw. Spielstätte gemeint. Sonntag Morgen holte mich mein Kollege Jason Lee von zu Hause ab und wir fuhren gemeinsam zum College-Football-Spiel Vanderbilt vs Wake Forest. Ich wusste von Anfang an, dass Football ein schwieriger Sport ist, da ich schon ein Spiel in Magdeburg fotografiert hatte.Das bestätigte sich natürlich auch hier. Man ist als Fotograf sehr viel unterwegs, da Angriffe über mehrere Minuten gehen können und man immer von der einen zur anderen Seite eilen sollte, um gute Fotos schießen zu können. Hinzu kommen die viel zu vielen Spieler auf dem Feld, die sich den Football zuwerfen bzw. sich auf ihn stürzen. Hinzukommt die Planlosigkeit des Fotografen, der mehrmals versucht hat, die Spielregeln zu verstehen. Aber gut, vielleicht kommt das ja irgendwann noch einmal. Glücklicherweise hat die Heimmannschaft gewonnen und man hatte die Möglichkeit, viele emotionale Fotos zu schießen.

Zwei Stunden später ging dann schon das Eishockey-Spiel los. Dies fotografierte ich mit Sanford Myers, ebenfalls ein netter Kollege der “The Tennessean”. Ich durfte einen bequemen Platz auf der Tribüne neben AP-Fotograf Mark Humphrey einnehmen, der im Übrigen das wundervolle Programm Photo Mechanic mit ins Leben gerufen hat. Von der erhöhten Position hatte man einen schönen Blick auf das komplette Spielfeld. Im Gegensatz zum Football waren die Regeln hier sehr übersichtlich 😉 Trotz alledem mussten man den Puck hin und wieder einmal suchen.

Im zweiten Spiel gestern Abend durfte ich bis unter das Dach der Arena um senkrecht herunterfotografieren zu können . Hat eine Menge Spaß gemacht, doch leider war die Zeit auf 10 Minuten begrenzt.

Heute liege ich mit Halsschmerzen und ohne Stimme im Bett. Es hatte sich die letzten Tage schon angedeutet gehabt. Mal schauen, ob ich morgen eventuell doch noch die First Lady von Tennesse fotografieren kann.

Bis dahin und bis nächste Woche

Euer Lukas


December 14th

Halli hallo,

da bin ich wieder. Nachdem ich das letzte Wochenende nur zu Hause verbrachte, um gesund in die neue Woche zu starten, begann ich am Montag mit einem kleinen Portraitfoto von Bowman Richards von Richards & Richards Office Records Management. Diese Firma lagert Papiere und Dokumente für/von Kanzleien. Das Lager besteht aus vielen langen Gängen mit hohen Regalen, wo die Dokumente in Kartons aufbewahrt werden. Eine durchaus fotogene Kulisse, die ich für das Portraitfoto nutzte.

Am Dienstag fuhr ich mit einer Wortkollegin in einen etwa 1h entfernten Ort namens Columbia. Dort besuchten wir den ehemaligen Marketing-Direktor der Tageszeitung “The Tennessean”, um ein altes Foto von Jim C. Young für ein Buch abzufotografieren. Ein Wunder, dass wir überhaupt dort ankamen. Denn in der Nacht zuvor hatte es geschneit. Und wie…. einen ganzen Zentimeter. Ein wenig Glatteis kam auch hinzu. Doch wenn es hier einmal schneit, egal wie viel, bricht sofort das komplette Chaos aus. Die Schule fiel an dem Tag teilweise komplett aus. Da es im Winter auch nur 1-2 Mal schneit, haben die Menschen hier auch gar keine Winterreifen, was ich eigentlich nicht so recht glauben konnte. Wie sich der LKW (siehe Foto unten) trotz vermutlichem Schneckentempo noch um 180° drehen konnte, bleibt ein ungelöstes Rätsel…

Am Abend unterstütze ich noch Fotograf John Partipilo beim Fotografieren eines High-School Basketballspiels. Hier grübelte ich wieder, ob mein Englisch denn so verdammt schlecht sei, da ich kaum etwas verstand, weil er so schnell sprach. Ich versuchte seine Körpersprache zu verstehen, um darauf antworten zu können. Meiner Meinung nach hat das ab und zu auch ganz gut funktioniert. Doch einen Tag später erfuhr ich dann, dass es nicht nur mir so geht. 😉

Mittwoch durfte ich gleich zwei Premieren feiern. Zum Ersten fotografierte ich mein erstes Mal einen Unfall und zum Zweiten wurde ich in das kalte Wasser der “Produkt-Fotografie” geworfen. Glücklicherweise hatte ich eine helfende Hand, die mich dabei unterstützte, alles ansehnlich herzurichten. Am späten Nachmittag spazierte ich noch ein wenig durch die Stadt und machte ein paar Silhouettenbilder vor dem von der Abendsonne verfärbten Abendhimmel.

Am Wochenende geht es wieder zum Eishockey und nächste Woche endlich dann zum College-Basketball und zum Spiel der NFL!

Bis dahin. Lasst es euch gut gehen und genießt den 3.Advent.

Euer Lukas


 

December 20th

Hallo liebe Leute,

nun ist wieder eine Woche herum und es ist ein wenig passiert. Am Sonntag lief ich das erste Mal in der ersten und weltbesten Footballiga auf. Die Fotografen George Walker und Jason Lee führten mich durch das Stadion zu den entsprechenden Räumen und erklärten mir, wie ich mich hier verhalten sollte. Dank meines Cousins verstand ich nun auch ein klitze kleines bischen mehr vom Spiel, sodass ich dementsprechend auch abdrücken konnte. Es sind ein paar mehr Actionbilder als beim letzten Vanderbilt-Spiel geworden. Trotz alledem war es sehr sehr kalt und nass.

Am Montag war nicht viel zu tun, sodass ich mit der Kamera ein wenig in der Stadt spazieren ging, um ein paar Featurebilder zu machen. Eins davon wurde am nächsten Tag auch recht groß gedruckt.

Dienstag fuhr ich mit meinem Kollegen Sam Sampkins in die Kirche, um ein Tuba-Konzert zu fotografieren. Wenn ich das richtig verstanden habe, werden in den USA zur Weihnachtszeit ca. 200 solcher Konzerte gegeben. Am Abend begleitete ich John Partipilo zu meinem ersten College-Basketball-Spiel. Ich wusste von Bildern aus dem Internet, dass es eine unglaubliche Halle sei. Doch in der Realität ist sie noch viel größer und der WOW-Effekt nahm kein Ende. Es gibt Unmengen an fantastischen Perspektiven, die man aber leider nicht alle ausprobieren durfte. Eigentlich dachte ich, dass es ein College-Spiel sei und keines der NBA. Ich habe aber noch fünf weitere Spiele, um eventuell doch von der ein oder anderen Position ein schickes Foto machen zu können.

Zudem konnte ich mich am Mittwoch und Donnerstag über jeweils ein Titelbild freuen. An der Qualität der Titelbilder muss ich aber noch ein wenig feilen 😉

Am Mittwoch nutzte ich meinen freien Tag, um meine Sachen zu packen, da ich über Weihnachten zu einer anderen Gastfamilie ziehe. Abends besorgten wir ein Auto einer Bekannten, sodass ich von der neuen Familie aus gut zur Arbeit komme. Nun kann ich aber auch allein Termine in der Umgebung wahrnehmen.

Am Donnerstag fuhr ich zu einem Unternehmer, der eine neue App entwickelt hat, welche in den kommenden Wochen erscheinen wird – Socialcoaster. Da griff ich auch gleich noch ein paar Werbegeschenke ab. Anschließend machte ich mich mit Schreiber Anthony Gonzalez auf den Weg zum Oasis Center. Dort trifft sich wöchentlich eine Projektgruppe, in der die Schüler ihre Kamera in die Hand nehmen und mit dem Bus durch die Gegend fahren. Während dessen fotografieren sie Ihre Umgebung und die verschieden Haltestationen aus ihren Blickwinkeln. Leider machte mir mein Englisch hier einen kleinen Strich durch die Rechnung, da ich die “Aufgabenstellung” nicht zu 100% verstand.

Am Freitag wurde ein $2.000.000-Check einem 75-jährigen Mann übergeben, der in der Lotterie gewonnen hatte. Alles gut und schön, aber als ich hörte, dass er vor vier Jahren schon einmal $1.000.000 gewonnen hatte, war ich ein wenig sprachlos.

Nächste Woche ist nun Weihnachten. Mal schauen, wie das hier drüben so ist. In der Redaktion gab es am heutigen Freitag schon eine kleine Weihnachtsveranstaltung mit Losen und kostenlosem Mittagessen… Ein bischen verrückt war es ja schon 🙂

Nagut, ich werde mich mal wieder verabschieden. Wir lesen uns nach Weihnachten wieder.

Bis dahin und frohe Weihnachten!

Lukas

P.S. Ach und übrigends, wir hatten die letzten Tage um die 15°C und Sonne 😉


December 27th

Hallo liebe Leser und Leserinnen,

so schnell kann es gehen. Nun ist die Hälfte meiner Zeit schon vergangen. Am Samstag Nachmitag fuhren mein zweiter Gastvater und ich auf die Farm meines ersten Gastvaters, um mit der großen Familie (ca. 25 Familienangehörige) Weihnachten einzuläuten. Alle waren versammelt, es wurde viel gegessen, viel gelacht und auch schon die ersten Geschenke ausgepackt. Am Abend waren immernoch unglaubliche 22°C. Jedoch war es sehr windig und in der Stadt ertönte die Sirene, die die Bevölkerung vor einem Tornado warnen sollte. Es rappelte und pfiff an allen Ecken, aber der häftigeste Teil des Tornados erreichte uns zum Glück nicht.

Am nächsten Tag fuhr ich allein in ein Naturschutzgebiet, in dem ich um den See spazieren und die Ruhe genießen konnte. Ein paar nette Bilder sind auch hierbei enstanden, die es dann in der darauffolgenden Woche in die Zeitung geschafft hatten.

Dienstags begann es mit einem mehr oder weniger schönen Termin. Am 8. August wurde ein Teil Nashvilles von der Flut erfasst und viele Leute verloren ihr Hab und Gut. So auch die Frau, die ich fotografierte. Sie war zum Glück nicht zu Haus, als die Flut kam, doch alle Einrichtungsgegenstände inkl. Fotoalben etc. sind abhanden gekommen. Doch sie war froh, kurz vor Weihnachten in ihre neu hergerichtete Wohnung einziehen zu können. Anschließend fuhr ich in den Nashviller Zoo. Es soll eine kleiner Rückblick im neuen Jahr entstehen, der zeigt, welche und wieviel neugeborene Tiere es im Jahr 2013 gab. Ich fotografierte dafür das wenige Wochen alte Ameisenbärbaby Gabana.

Am 24.Dezember blieb ich zu Haus, um ein paar Geschenke einzupacken. Da man seine Geschenke erst am 25.Dezember auspacken darf, gingen ich mit meinem Gastvater und seiner Tochter am Christmas Eve in die Kirche und anschließend nett essen.

Am 25. besuchten wir die Familie des Bruders. Es war eine sehr nette Runde, in der wir all unsere Geschenke auspackten. Doch leider wird das Fest hier nicht so groß gefeiert, wie wir es in Deutschland tun. Am Abend spielten wir noch ein, ich möchte es mal als ein “bescheidenes Brettspiel” beschreiben, in dem Fragen beantwortet und Forderungen erfüllt werden mussten. Mit acht Spielern dauerte es dementsprechend lang. Ab und zu versuchten mir 4 Leute gleichzeitig eine Karte auf englisch zu erklären. Nach 3 Stunden stand dann aber endlich der Sieger fest! – Er kam überraschender Weise aus dem fernen Deutschland 😛

Nun bin ich schon wieder krank und hoffe, dass ich am Sonntag trotzdem zum Football gehen kann.

Liebe Grüße und bis bald

Euer Lukas


January 3rd

Sohoo,

nun ist auch die sechste Woche fast vorbei. Und “suprise surprise” – wir schreiben das neue Jahr 2014. Ich moechte euch ein wenig ueber meine Silvester-Eindruecke hier aus dem Land der unbegrenzten Moeglichkeiten niederschreiben:

Schon 5 Tage vorher erkundigte ich mich, wo es Silvesterknaller zu kaufen gibt, da Silvester ohne Knaller ja kein Silvester ist. Ich musste mit Entsetzen feststellen, dass das Zuenden von Feuerwerkskoerpern hier in den meisten Stadtteilen illegal sei. Und wie es der Zufall wollte, auch in dem Stadtteil, wo ich mit meiner Gastfamilie lebe. Ein Grund mehr, es naechstes Jahr richtig krachen zu lassen… Am Abend gab es ein nettes Essen mit meinen Gasteltern. Anschliessend setzten wir uns vor den Kamin und hoerten Country-Musik aus Nashville. Ich moechte nicht meinen, dass es nicht schoen war, aber unter Silvester versteh ich irgendwie etwas anderes. Egal, jeder soll es ja so machen, wie er es fuer richtig haelt und wie es ihm gefaellt. Ich setzte mich deshalb gegen 21.00 Uhr in mein Auto und fuhr in Richtung Innenstadt, um dort das offizielle Feuerwerk zu erleben. 85.000 Feierlustige gingen nach Downtown um das neue Jahr zu begruessen. Ich wartete nun 2 1\2h auf den Countdown und auf das Feuerwerk, was ich fotografisch festhalten wollte – WOLLTE! Doch leider gab es keinen Countdown. Ploetzlich knallte und krachte es und nach 15Sekunden war der ganze Spass vorbei. “Das war jetzt Silvester?” – Leider ja. Nach dem Feuerwerk gingen alle nach Hause und mir blieb ja nun auch nichts anderes mehr uebrig, als mich auch auf den Heimweg zu machen…

Am Neujahrstag war die ganze Familie wieder zu Hause versammelt, sodass wir alle nett zusammenssitzen konnten. Am Abend gab es noch ein typisches Neujahrsessen.

Donnerstag ging ich wieder arbeiten und besuchte ein kleines Salzlager, wo die Streufahrzeuge befuellt werden, um die Strassen eisfrei zu halten. In den kommenden Naechten wird es wohl bis zu -17 Grad. Am Abend besuchte ich mein erstes Frauenbasketball-Spiel. Es hat wesentlich mehr Spass gemacht, als das letzte Herren-Spiel, da die Frauen einfach mehr Action gemacht hatten und es nach einem Basketballspiel aussah!

Heute, den Freitag scheint die Sonne und wir haben eine Temperatur von -8 Grad. Da kein Auftrag von der Redaktion kam, machte ich mich selbst auf den Weg, um ein paar Features passend zum Wetter zu finden.

Wie ihr seht, ist die letzten Tage nichts wirklich spannendes passiert. Ich hoffe, naechste Woche wird es wieder ein bisschen aufregender. Machts also gut und habt ein schoenes und gesundes neues Jahr 2014.

Viele Gruesse und bis bald

Euer Lukas


January 10th

Hallo liebe Leser,

und schonwieder ist eine Woche um. Unglaublich, wie schnell die schöne Zeit vergeht!
Es machten sich viele Sorgen, da die letzten Tage nur die Rede von Chicago und dem Nord-Osten der USA war. Aber ich kann euch beruhigen, hier lagen nur 2mm Schnee und die Sonne schien. Also kein Grund zur Sorge. Am Anfang der Woche waren kürzlich -17°, was teilweise doch recht frisch war. Doch Dank langer Skiunterwäsche, Fleecepullover und vernünftigen Winterschuhen war die Kälte zu verkraften. Ich war nur etwas verdutzt, dass man zum Öffnen der zugefrohrenen Autotüren einen Schraubenzieher als Hebel benutzt. Ab Mittwoch bewegten sich die Temperaturen etwas über 0°C, was dann doch wieder etwas angenehmer war.

Am Montag war fotografisch nicht viel los. Morgens sah ich ein paar sehenswerte Eisblumen an meinem Badfenster. Gegen Mittag besuchte ich zwei Schulen, die grundsaniert werden sollen. Die dazu zuständigen Leute waren vor Ort, um sich von der Situation ein Bild machen zu können.

Dienstag wurde es da schon etwas netter. Die Temperatur von -17°C wurde seit vielen Jahren wieder erreicht. Dazu schien die tiefstehende Sonne, die sich auf der Straße “reflektierte”. Eine tolle Atmosphäre mit Zebrastreifen, die ich für ein paar Silhouettenbilder nutzte. Entstanden sind ein paar nette Features! Gegen Mittag fuhr ich zu einer Frau, die eine neue Catering-Firma eröffnete – auf relativ hohem Niveau. Ich fuhr 50km nach Thompson´s Station, um ein Foto von einem Gericht und der Köchin zu machen, welches passend zum Bericht in der Zeitung erscheinen wird. Das Essen wurde für das Foto angerichtet und im Nachhinein durfte ich das Gericht sogar noch probieren. Es war AWESOME! Couscoussalat mit Granatapfel und Baby-Basilikum. Den Rest durfte ich noch mit nach Hause nehmen. Es war ein netter 30-minütiger Plausch bei fabelhaftem Essen! 🙂 Anschließend ging es noch zu einer Jagd-Messe im Zentrum der Stadt Nasvhille.

Mittwoch fotografierte ich zwei Parkranger vor einem Haufen von Weihnachtsbäumen. Der Hintergrund war folgender: Hier in Nashville, bzw. in den USA (?), gibt es Sammelstellen für Weihnachtsbäume, an denen die Bürger ihr Bäume ablegen können. Anschließend werden die Bäume gehäckselt und als Mulch auf die Wege des Natuar-Areals verteilt.

Donnerstag war ebenfalls nichts los. Abends ging ich zum Eishockey-Spiel der Predators. Ich hatte nach 3 Spielen immer noch keine vernünftigen Fotos, die mich zufriedenstellten. Gestern gab es diese. Es war aber auch ein actionreiches Spiel!

Nun ist Freitag und es sind wieder regnerische 10°C.

Eigentlich hatte ich heute vor, mit einem Kollegen nach Memphis zu fahren, um mein erstes NBA-Spiel fotografieren zu können, jedoch hat es noch nicht so richtig geklappt. Ich bleib am Ball, denn nach NFL und NHL fehlt nur noch NBA!

Also, lasst es euch gut gehen, habt ein schönes Wochenende und bis bald 🙂

Euer Lukas


 

January 17th

Hallo liebe Leute,

die 7. Woche ist nun auch vollbracht. Das Wochenende startete gleich mit einem für mich überdemensionalem Titelbild. Eines der bis zu diesem Zeitpunkt bekanntesten Gesichter Nashvilles – Trainer der Vanderbilt-Footballer – unterschrieb einen neuen Vertrag bei einem anderen College. Mein Bild, was ich in der zweiten Woche gemacht hatte, wurde hier groß auf die Titelseite gerduckt. Ich hatte vermutet, dass es verwendet werden würde, aber dass es gleich so groß gedruckt wird? Ich hab mich jedenfalls riesig gefreut.

Am letzten Samstag ging ich zum College-Basketball. Ich hatte erst keine richtige Lust, jedoch war es ein Rivalen-Spiel – Vanderbilt vs. Kentucky. Die Halle war mit 14.000 Plätzen restlos ausverkauft, da auch die Studenten aus ihrer Semesterpause wieder vor Ort waren, um ihre Mannschaft zu unterstützen. Es herschte eine unglaubliche Stimmung, die der Grund dafür war, dass ich kaum Fotos machte, sondern das Spiel einfach nur genoss.

Am Montag regnete es ununterbrochen, sodass ich am Morgen schnell ein paar Features schoss. Was anderes stand an diesem Tag nicht an.

Dienstag war wieder etwas mehr los. Ein hier sehr erfolgreicher Country-Sänger namens Luke Bryan stellte seine neuen Tourtermine vor. Da viele TV-Teams vor Ort waren und es eine schöne Location war, konnte man ein paar sehenswerte Bilder machen. Anschließend fuhr ich zu einem kleinen “Imbiss”, um Fotos für ein neuen “Test-Bericht” zu machen. Auch dort konnte ich wieder eine Kleinigkeit abstauben 😉

Am Mittwoch habe ich in der Redaktion einen Auftrag aus Deutschland abgearbeitet. An diesem Tag schoss ich hier keine Bilder.

Donnerstag durfte ich schon etwas Reiseluft schnuppern. Auf dem Flughafen von Nashville wurde ein neues System vorgestellt, dass den Ablauf an der Sicherheitsschleuse beschleunigen soll.

Heute, den Freitag, hab ich einen freien Tag. Kilian, deutscher Praktikant in einer Sozialeinrichtung, und ich fahren heute in das 3h entfernte Memphis zu unserem ersten NBA-Spiel – ohne Kamera. Die Atmosphäre vom College-Spiel wird nicht zu toppen sein, aber man ist immerhin bei einem NBA-Spiel gewesen, das spielerisch sich noch einiges mehr zu bieten hat. Wir lassen uns überraschen und freuen uns schon!

Habt ein schönes Wochenende und bis nächsten Freitag!

Liebe Grüße
Euer Lukas


 

January 24th

Liebe Leser,

die vorletzte Woche bzw. 88,9% meines Praktikums ist nun vorbei. Am letzten Freitag fuhren Kilian und ich in das drei Stunden entfernte Memphis, um unser erstes NBA-Spiel zu erleben. Eine wahnsinnige Halle, in der die Grizzlies spielten. Sie gewannen die durchaus spannende Partie mit 91:90 gegen die Sacramento Kings. So muss das sein – das Publikum schrie auf und feierte den Sieg.

Samstag fuhr ich mit meiner Gastfamilie auf die Farm, um uns einen netten Tag und Abend zu machen. Wir erkundeten die Farm, die doch ganz schön groß ist, wie ich feststellen musste. Es war muxmäuschenstill – man hörte nur vereinzelt Vögel zwitschern. An diesem Tag sind wir auch endlich zu meinem “Gastfamilienfoto” gekommen.

Am Sonntag bekam ich per Mail den Auftrag für den nächsten Tag, den MLK Marsch zu fotografieren. Der Martin-Luther King Marsch wird seit 1986 jeden dritten Montag im Januar veranstaltet, der an Martin-Luther King gedenken soll. Er wurde am 15.Januar 1929 geboren. King selbst war schwarz und setzte sich gegen Rassismus ein, was 1968 der Grund für seine Ermordung in Memphis war. Demnach war ich etwas angespannt, da es für die Farbigen ein sehr wichtiger Tag ist. Der Marsch ging über geschätzte 2,5km bis in die Sporthalle der Tennessee State University Nashville, wo dann die Zeremony statt fand. An diesem Tag wurden hier bis zu 17°C, sodass ich am Abend noch an den Fluss fuhr, um das Wetter ein wenig zu genießen.

Donnerstag dagegen sanken die Temperaturen wieder auf -7°C. Ich fuhr also wieder zu meinem Lieblingsspringbrunnen, um die Eiszapfen daran wieder in Szene zu setzen. Nachmittags eröffnete eine große Bootsmesse, bei der ich noch ein paar Fotos für die Freitagsausgabe machte.

So schnell ging die Woche nun auch wieder um. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und bis nächsten Freitag – zum letzten Blogeintrag.

Bis dahin

Euer Lukas


January 31th

Liebe Leserinnen und Leser,

die letzte, beste und aufregendste Woche neigt sich dem Ende. Alle Sachen sind schon gepackt und Samstag um 12:26 Ortszeit hebe ich in Richtung Heimat ab.

Ich dachte, ich schau nicht recht als ich letztes Wochenende den Tweet von “The Tennessean” las, dass President Barack Obama Nashville besuchen wird, um über Bildung etc. zu sprechen – und das auch noch in dem Zeitraum, wo ich mein Praktikum absolviere. Insgesamt war das Team mit 7 Fotografen und Videojournalisten im Einsatz, um Obamas Besuch bestmöglich zu dokumentieren. Ich freute mich riesig, ein Teil des Teams zu sein und stationierte mich vor dem Schulgebäude, in dem der President seine Rede hielt. Viel Polizei und zahlreiche Beführworter bzw. Gegner waren anwesend. Es war nicht klar, wo Obama mit seinem Cadillac ankommen wird. Immerhin hatte ich Minuten zuvor schon die Air Force One von meinem Standort aus fotografieren können, da die Schule recht dicht am Flughafen gelegen ist. Auf dem Hinweg erwischte ich ihn leider nicht, jedoch stand ich bei seiner Rückkehr am richtigen Ort, musste jedoch außerhalb der Sicherheitszone bleiben, sodass uns geschätzte 250 Meter trennten. Trotz alledem war es ein sehr toller, letzter und aufregender Tag.

Die Tage zuvor hatte ich noch die Gelegenheit, den Governor vom Bundesstaat Tennessee während einer Pressekonferenz zu fotografieren. Er verkündete, dass eine neue Waffenfabrik gebaut wird, die 300 neue Arbeitsplätze schaffen soll….

Heute werde ich noch die letzten formellen Sachen klären. Zum Mittag gehen wir alle noch einmal gemeinsam einen schönen Burger zum Mittag essen. Dann heißt es Abschied nehmen und sich für die wundervolle Zeit zu bedanken. 9 Wochen waren eine gute Zeit, um mein Englisch zu verbessern, Erfahrungen im Ausland zu sammeln, viele neue Leute kennen zu lernen und um Kontakte knüpfen zu können.

Vielen Dank an Tom Stanford, George Walker IV, Karen Kraft, Larry McCormack, Samuel M. Simpkins, Steve Harmann, John Partipilo, Sanford Myers, Jason Lee, Shelly Mays, Ricky Rogers, Mark Humphrey und zu guter Letzt natürlich auch vielen lieben Dank an meine lieben Gasteltern Ray und Doug Berry! Danke!

Also, machts gut und bis bald!

Euer Lukas

 

 

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